Sprunggelenkarthrose von Dipl. Med. Andreas Wagner
Inhalt: Sprunggelenkarthrose: Allgemeine Übersicht:
Entscheidend für die Sprunggelenkarthrose (Arthrose des oberen Sprunggelenkes)
sind Degenerationserscheinungen des Gelenkknorpels. Häufige Ursachen hierfür
sind eine erhöhte mechanische Beanspruchung wie ein durchgemachter Knöchel- oder
Gelenkbruch, Gelenkentzündungen, aber auch Fehlstellungen. Die
Sprunggelenkarthrose hat in der Regel einen schleichenden chronischen Verlauf,
welcher typischerweise mit einem Sprunggelenksschmerz unter Belastung beginnt.
Ein begleitender Gelenkerguss oder die Schwellung sind dabei nicht selten. Als
Funktion der Zeit nimmt die Schmerzintensität zu. Anfangs treten bei den ersten
Schritten am Morgen oder nach einer Ruhephase sog. „Anlaufschmerzen“ auf. Die
Umgebungsmuskulatur schwindet. Es kommt nachfolgend zur Gehbehinderung, auch mit
Fehlbelastung von benachbarten Gelenken. Im fortgeschrittenen Stadium der
Sprunggelenkarthrose bestehen Ruheschmerzen (auch Nachtschmerzen), ausgeprägte
Beweglichkeitseinschränkung der Sprunggelenke bis hin zur totalen
Gelenkversteifung. Sprunggelenkarthrose: Diagnostik Neben
der ausführlichen Erhebung der Vorgeschichte und einer gründlichen klinischen
Untersuchung ist das wichtigste Diagnosemittel der Sprunggelenkarthrose das
Röntgenbild in 2 Ebenen. Es zeigt dabei folgende typische Veränderungen:
Gelenkspaltverschmächtigung, knöcherne Randanbauten im Gelenkbereich oder
Zystenbildung.
Sprunggelenkarthrose: Therapie, Rehabilitation
Therapeutisch stehen in der Anfangsphase die Reduktion von Überbelastungen, ein
breites Spektrum physiotherapeutischer Maßnahmen, ggfs. die
Körpergewichtsabnahme sowie die medikamentöse Therapie, z.B. mit
nicht-steroidalen Antirheumatika im Vordergrund. Physiotherapeutisch bietet
unsere Klinik spezielle fußgymnastische Behandlungen in Einzel- und
Gruppentherapie (unter Einschluss der manuellen Medizin),
Sprunggelenks-entlastende Bewegungsprogramme, z.B. im Wasser, und ein breites
Spektrum physikalischer Ansätze (z.B. schmerzstillende/antientzündliche und
abschwellende Strombehandlungen). Bei Notwendigkeit führen wir im Hause
Injektionen (sog. Neuraltherapie) an den schmerzhaft funktionsgestörten
Sprunggelenken durch. Orthopädietechnische Schuhzurichtungen (wie Puffer-Absatz
oder Abrollhilfe) werden vor Ort realisiert. Sind die konservativen Therapiemöglichkeiten im fortgeschrittenen Stadium der Sprunggelenkarthrose erschöpft, so ist die operative Sanierung des Gelenkes ins Auge zu fassen. Entweder wird dabei versteifend operiert oder heute in zunehmendem Maße unter Mobilitätserhaltung über die Implantation eines Kunstgelenkes (betreffend das obere Sprunggelenk). Auch im
Anschluss an die eben genannten operativen Maßnahmen besteht zur Erreichung
eines funktionellen Optimalergebnisses konservativ-rehabilitativer
Weiterbetreuungsbedarf und wir stehen Ihnen dabei jederzeit gern mit unserem
Know how zur Verfügung. Bei
Sprunggelenkarthrose, allgemeinen Sprunggelenkproblemen oder auch nach
Sprunggelenkoperationen können Sie gern Kontakt mit uns aufnehmen. Mit allen guten Wünschen für Ihre Gesundheit.
Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin,
Zur Klärung
weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht
Ihnen unsere Chefärztin im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte
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